Rauchmelder Gesetz

Rauchmelder können Leben retten, das ist mittlerweile hinreichend bekannt. Dennoch gibt es in Deutschland bislang kein einheitliches Rauchmelder Gesetz, was von Feuerwehren, Versicherungen und Brandschutz Verbänden heftig kritisiert wird. Ob und wie der Umgang bezüglich einer Rauchmelder Pflicht geregelt werden soll, hat der Bundesgesetzgeber den einzelnen Landesparlamenten überlassen. Einige Bundesländer haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Rauchmelder Gesetze zu verabschieden.

Rauchmelder Gesetz – Welche Bundesländer haben eins?

Mittlerweile haben sich fast alle Bundesländer für eine Rauchmelder Pflicht entschieden. In allen Ländern bis auf Brandenburg und Sachsen wurden entsprechende Gesetze verabschiedet. Und auch Brandenburg hat eine diesbezügliche Regelung in Planung.
Inhaltlich ähneln sich die Bestimmungen zum Teil sehr. Sie alle sehen vor, dass Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung mit Rauchmeldern ausgestattet werden sollen. Besonders Schlaf- und Kinderzimmer, sowie Flure sollen durch Rauchwarnmelder überwacht werden. Den Regelungen liegt die Anwendungsnorm DIN 14676 zu Grunde. Diese besagt, dass besonders in Schlafräumen und Kinderzimmern die Gefahr besteht vom Rauch im Schlaf überrascht zu werden und daher Rauchwarnsysteme dringend notwendig sind. Auch Flure, die über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, müssen mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet werden.
Wer für die Umsetzungen der Regelungen in Mietshäusern verantwortlich ist, wird in den einzelnen Gesetzestexten unterschiedlich gehandhabt. Einige Bundesländer schreiben vor, dass der Vermieter sich um Einbau und Wartung der Rauchmelder kümmert, andere sehen eine Teilung der Pflichten vor. Ist der Vermieter in der Pflicht die Kosten für den Einbau der Rauchmelder zu übernehmen, darf er diese zum Teil auf die Miete umlegen.
In jedem Fall ist die Vorschrift, Rauchmelder in der Wohnung anzubringen, mehr als sinnvoll.

Warum sind Rauchmelder so wichtig?

Mehr als 150.000 Brände werden jedes Jahr in Deutschland gemeldet. Natürlich kommen nicht bei jedem Wohnungsbrand Menschen zu Schaden, aber die Gefahr ist jedes Mal präsent. Brennt es ein mal wirklich, dann hat man durchschnittlich vier Minuten Zeit, die Gefahrenzone zu verlassen. Vier Minuten scheinen machbar, solange man die Entstehung des Feuers überhaupt bemerkt. Doch schläft man oder hält sich in einem anderen Raum der Wohnung auf, dann sind vier Minuten nicht viel Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Feuermelder retten Leben und ein flächendeckendes Rauchmelder Gesetz ist notwendig, um Menschen in Deutschland vor den Folgen eines Brandes zu bewahren.
Die Rauchmelder Gesetze regeln neben den Räumen, in denen die Warnsysteme angebracht werden sollen auch, welche Mindestanforderungen der Rauchmelder an sich erfüllen muss. Diese betreffen beispielsweise die Lautstärke des Signaltons, die Möglichkeit der Funktionsüberprüfung und die Bauweise des Rauchmelders. Brandschutz sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Rauchmelder Gesetz hat die Funktion, Menschenleben zu schützen.