Rauchmelderpflicht Baden-Württemberg

Weil bei der Einführung der Rauchmelderpflicht Baden-Württemberg einen stringenten und erklärenden Ansatz verfolgt, können Sie recht einfach die Anforderungen umsetzen. Da auch an der Umsetzung der Rauchmelderpflicht BW ein großes Interesse hat, wird hier auch von staatlichen Stellen viel Informationsmaterial angeboten. Der Grund für die verpflichtende Einführung von Rauchmeldern in Häusern und Wohnungen war die Tatsache, dass in Deutschland zu diesem Zeitpunkt über 400 Menschen durch Brände in Privathaushalten ums Leben kamen. Jedoch waren die Flammen nur Schuld am Tod von 5% dieser Opfer. Ganze 95% starben durch die aus dem Brand resultierende Rauchentwicklung.

Die Rauchmelderpflicht BW wurde am 16. Juli 2013 beschlossen und trat für Neubauten sofort in Kraft

Bis zum 31.12.2014 galt eine Übergangsfrist für bestehende Bauten. Demzufolge muss heute jeder Haushalt in Baden-Württemberg über Rauchmelder verfügen.

So setzt bei der Umsetzung der Rauchmelderpflicht Baden-Württemberg auf die Selbstverpflichtung. Für den Einbau der passenden Rauchmelder sind die Eigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft, also z.B. den rechtzeitigen Batteriewechsel, die Bewohner, also gegebenenfalls die Mieter. Die Beauftragung einer Fachfirma durch die Eigentümer ist möglich, aber nicht verpflichtend. Wer die Kosten für den Rauchmelder in Mietwohnungen trägt wird im Mietvertrag geregelt. Rauchwarnmelder, die die Anforderungen der zugrunde liegenden Norm DIN EN 14604 erfüllen, tragen ein dementsprechendes CE-Zeichen. Die Eigentümer sind nicht verpflichtet, besondere Rauchmelder für Menschen mit Hörbehinderung einzubauen, müssen deren Einbau aber dulden. Da für den Einbau die Eigentümer verantwortlich sind, bedarf es hierzu keinen besonderen Beschluss der Wohnungseigentümergemeinschaft. Da allerdings auch die Rettungswege, z.B. das Treppenhaus, mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden müssen, diese aber in großen Teilen meist im Sondereigentum sind, muss sich die Eigentümergemeinschaft damit auseinandersetzen. In der Praxis wird bei Mehrfamilienhäusern aber fast immer die Hausverwaltung, bzw. eine Fachfirma mit der Umsetzung beauftragt.

Rauchwarnmelder müssen in allen Schlafräumen und in den Fluchtwegen installiert werden

Bei Privathaushalten sind dies in der Regel das Schlafzimmer, die Kinderzimmer und das Gästezimmer, soweit vorhanden. Für Hotels, Gaststätten, Krankenhäuser, Heime und ähnliche Einrichtungen gilt die für jeden potentiellen Schlafraum.

Die Rauchmelder müssen so angebracht werden, dass diese eventuell auftretenden Brandgeruch und Rauch erkennen und einen Alarm auslösen können. Standortwahl und Montageanleitungen werden im Normalfall in der Anleitung des Produkts näher erläutert. Auch muss die Produktanleitung gegebenenfalls an die Mieter ausgehändigt werden, damit diese den Rauchmelder betriebsbereit halten können, also nötigenfalls z.B. die Batterie tauschen können.

Rauchmelder sollen nur Menschen warnen, sie sind nicht primär als Feueralarm oder als Schutz der Sachgüter im Haushalt vorgesehen. Daher wäre ein Abschalten der Melder bei längerer Abwesenheit oder Urlaub gestattet.

Auch hat in den Ausführungen für die Rauchmelderpflicht Baden-Württemberg die Haftung bei Fehlalarmen geregelt. Da in der Regel der Feueralarm durch eine Person ausgelöst wird, die von einem Rauchmelder alarmiert wurde, kann diese nur dann kostenpflichtig belangt werden, wenn sie entweder vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt. Die Feuerwehr wiederum ist nicht schadensersatzpflichtig für Beschädigungen am Objekt, wenn sie davon ausgehen konnte, dass eine Gefahrensituation vorlag.

Wichtig ist, dass die speziellen Eigenschaften der Geräte für die Erfüllung der Rauchmelderpflicht BW zu beachten sind, damit ein größtmöglicher Schutz gewährleistet werden kann. Hier wäre zum Beispiel die Frage zu klären, ob die Geräte mit Strom oder mit Batterien betrieben werden. Wenn es Batterien sind, stellt sich die Frage, ob diese einzeln getauscht werden, oder ob das Gerät mit einer Langzeitbatterie ausgestattet ist und dann komplett getauscht werden muss. Auch sollten nach einer gewissen Zeit die Geräte getauscht werden, da die optischen und photoelektrischen Systeme durch Verschmutzung, z.B. durch Staub oder Nikotin, und die Alterung der Bauteile den Zuverlässigkeitsgrad des Rauchmelders senken.