Rauchmelderpflicht Bayern

Die Gesetzesregelung

Laut der Bayerische Bauordnung (BayBO) Artikel 46 Absatz 4 besteht ab dem 1. Januar 2013 die Rauchmelderpflicht Bayern. Sie gilt für alle Neu- und Umbauten. Im Falle einer Nutzungsänderung von Büro- zu Wohnräumen gilt dasselbe Datum.
Für allen bestehenden Wohnungen existiert eine Übergansfrist, in der die Rauchmelder bis zum 31.12.2017 nachzurüsten sind. Bei Sonderbauten, z.B. Hochhäusern, gilt unter Umständen der Termin der Baugenehmigung. Dabei wird bauordnungsrechtlich nicht unterschieden, in welcher Art von Häusern sich die Wohnungen befinden oder wie viele Räume sie beinhalten. Jedoch Sonderbauten mit mehr als zwölf Gastbetten unterliegen gesonderten Erfordernissen.

Zuständigkeiten

Die Verantwortlichen für den Einbau sind die Eigentümer. Die Besitzer, und das sind nicht nur diejenigen in ihren eigenen vier Wänden, sondern auch die Mieter einer Mietwohnung haben dafür zu sorgen, dass die Rauchmelder jederzeit betriebsbereit sind.

Hintergrund zur Rauchmelderpflicht Bayern

Solche Frühwarneinrichtungen erhöhen den Brandschutz von Wohnungen uncd erreichen, dass man rechtzeitig Wohnungsbrände bemerken und zu guter Letzt sogar Menschenleben retten kann.

Montagehinweise

Mindestens ein Rauchwarnmelder muss in allen Räumen eingebaut werden, in denen man bestimmungsgemäß schläft, d.h. in Schlafzimmern und Kinderräumen, sowie in den Fluren, die zu Aufenthaltsräumen, Wohnzimmer oder ähnlichem führen. Unter letzterem sind Räume gemeint, die als Verkehrswege fungieren und sich daher von Erschließungsbereichen wie z.B. einer Wohn-Ess-Küche abgrenzen.
Dabei sind die Rauchmelder in der Art an den Decken und den obersten Ebenen zu installieren, so dass ein entstehender Brand samt Geruch und aufsteigendem Rauch rechtzeitig erkannt und gemeldet werden kann. Diese Frühwarneinrichtungen sollen die Bewohner so frühzeitig alarmieren, dass sie fliehen können, noch bevor der Rauch dies unmöglich macht. Die meisten Brandopfer sterben nicht erst durch das Feuer, sondern bereits durch den giftigen Rauch. Die Mehrheit der Geschädigten wird dabei des Nachts im Schlaf vom Brand überrascht und ersticken, ohne es zu merken. Mit diesem Hintergrund ist es leicht nachvollziehbar, dass das Gesetz weder für Gewerberäume gilt, noch für Räume, in denen sich Personen normalerweise nicht dauerhaft aufhalten, wie z.B. reine Treppenhäuser.

Kaufhinweise

Die Produktnorm DIN EN 14604 “Rauchwarnmelder” definiert sie als “Geräte zur Feststellung von Rauch und zum Generieren eines akustischen Alarmsignals”. Daher ist beim Kauf von Rauchwarnmeldern auf eine CE-Kennzeichnung nach DIN EN 14604 zu achten.