Rauchmelderpflicht Niedersachsen

Begründung für Rauchmelderpflicht Niedersachsen

Experten von der Feuerwehr, der Industrie und der Versicherungswirtschaft sagen, eine Brandrauchprävention sei unbedingt nötig durch Rauchmelderpflicht Niedersachsen. In Deutschland sterben rund 500 Personen an schweren Brandverletzungen jährlich. Weitere 4000 Menschen kommen mit dem Leben davon, erleiden aber gesundheitliche Langzeitschäden. Sie sind der Meinung, es dürfe nicht an einigen Euros im Jahr liegen, wenn auf diese Weise viele Menschenleben gerettet und Schäden verhindert werden können. Besonders in der Nacht sind Rauchgase und Feuer sehr gefährlich. Während des Schlafs werden die Gase nicht bemerkt und die Opfer ersticken.

Bei der Verwendung von Rauchmeldern geht es in Niedersachsen um diesen Gesetzestext:

“In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.”

Es ist Sache der Länder, Vorschriften für Rauchmelder zu erlassen. Die Bauordnung von Niedersachsen regelt in § 44, das Wohnungen bis zum Ende des Jahres 2015 mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein müssen, wie der oben genannte Gesetzesauszug festlegt. Die Rauchmelderpflicht Niedersachsen verlangt für jedes Kinder- und Schlafzimmer, zudem auf allen Fluren, welche als Fluchtweg genutzt werden können, mindestens einen Rauchwarnmelder. Rauch steigt nach oben, also werden die Melder in der Regel an der Decke befestigt.

Eigentümer, Vermieter und Mieter müssen tätig werden

Dass der Rauchmelderpflicht Niedersachsen nachgekommen wird, dafür muss der Eigentümer Sorge tragen. Wenn dieser in seinem eigenen Haus oder Wohnung wohnt, muss er tätig werden. Bei denjenigen, die zur Miete wohnen, hat dies der Vermieter zu erledigen und muss dem Einbau von Rauchwarnmeldern nachkommen. Hier endet die Pflicht für den Vermieter. Nach oben genanntem Gesetz ist der Mieter, für die Bereitschaft der installierten Geräte zuständig. Die zuständige Behörde kann eine flächendeckende Überprüfung über die Einhaltung nicht vornehmen. Es sollte aber im eigenen Interesse der Bewohner liegen, sich gegen Feuer und Rauch zu schützen.

Für wenig Geld gibt es im Handel bereits Standard-Rauchmelder. Wer die teureren Lithium-Batterien benutzt, braucht diese viermal weniger wechseln, als wen Alkaline-Batterien benutzt werden. Im Allgemeinen melden sich die Rauchwarngeräte, wenn die Batterien schwach werden durch akustische Signale. Teurere Geräte im Handel werden direkt an das Stromnetz angeschlossen und verfügen nur über eine Batterie für den Notfall und Stromausfall.

Im Ernstfall kann es bei Unterlassung sehr teuer werden

Richtig teuer werden kann es schnell ohne vorgeschriebenen Rauchmelder. Es drohen empfindliche Strafen. Bei der Rauchmelderpflicht Niedersachsen kann eine Geldbuße bis zu 50.000 Euro ausgesprochen werden, wenn ein Mieter der Bauaufsicht, das Fehlen von Rauchwarnmeldern anzeigt. In Niedersachsen verlässt man sich auf die Vernunft der Haus- und Wohnungseigentümer, bis zum Jahresende alle Wohnungen mit Warngeräten ausgestattet zu haben. Zu bedenken sei auch, sollte ein Mieter bei einem Brand ums Leben kommen oder verletzt werden, sind strafrechtliche Folgen möglich. In schweren Fällen drohen fünf Jahre Haft, wenn nachgewiesen werden kann, dass durch einen Rauchwarnmelder der Tod verhindert hätte werden können.