Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder

Der Handel bietet ein reichhaltiges Angebot an Rauchwarnmeldern. Als Kunde haben Sie mitunter die Qual der Wahl. Für welches Gerät Sie sich auch entscheiden, es sollte immer den technischen Grundanforderungen gerecht werden und nach DIN EN 14604 zertifiziert sein. Als zusätzliche Orientierung dienen das CE-Zeichen und das Prüfsiegel der Zertifizierungsstelle. Der TÜV empfiehlt darüber hinaus ein Gerät mit einem Q-Zeichen. Dieses Zeichen garantiert eine erweiterte Qualitätsprüfung, die höhere Anforderungen stellt als eine CE-Kennzeichnung. Geräte mit der “Q”-Qualität eignen sich ausgezeichnet für einen längeren Einsatz.

Achten Sie ferner auf diese Kriterien:
– Das Gerät muss über einen Testknopf verfügen, damit es ständig auf seine Funktion hin geprüft werden kann.
– Das Alarmsignal sollte mindestens eine Lautstärke von 85 Dezibel haben.
– Der Rauch muss von allen Richtungen in die Einlassöffnungen gelangen können.
– Wenn ein Batterieaustausch erforderlich ist oder eine Batteriestörung vorliegt, muss mindestens 30 Tage zuvor ein Warnsignal ertönen.
– Das Gerät muss über eine Schutzvorrichtung gegen das Eindringen von Fremdkörpern besitzen.
– Auf dem Gerät muss das Handelszeichen des Herstellers oder des Lieferanten vermerkt sein. Das gleiche gilt für die Fertigungsnummer und für das Herstellungsdatum.
– Der Hersteller muss Hinweise zur Art der Batterie und ein Datum zum Wechsel der Batterie angeben.
– Es muss ein sichtbarer Hinweis zum Batteriewechsel vorhanden sein: “Nach jedem Batteriewechsel ist der ordnungsgemäße Betrieb des Rauchwarnmelders unter Anwendung der Prüfeinrichtung zu prüfen.”

Rauchwarnmelder werden in drei Produktkategorien eingeteilt

Funkrauchmelder:

Bei Gefahr ertönt das Warnsignal nicht nur in dem Raum, in dem sich der Rauch entwickelt, sondern wird auch über Funk an andere Melder weitergeleitet. Wo auch immer ein Brand ausbricht oder sich Rauch entwickelt, Sie werden rechtzeitig vor der Gefahr gewarnt. Diese Rauchwarnmelder werden daher bevorzugt in größeren Wohnungen und Häusern eingesetzt. Sie bieten besonderen Schutz, wenn sich in Räumen Rauch entwickelt, die nur zu bestimmten Tageszeiten oder selten benutzt werden wie Schlafzimmer, Keller oder Dachboden. Bei handelsüblichen Funkrauchmeldern können 12 bis 20 Einzelgeräte in einer Gruppe vernetzt werden. Falls erforderlich, können auch mehrere Gruppen installiert werden. Die Funkmelder können mit austauschbaren Batterien oder mit eingebauten Langzeitbatterien betrieben werden.

Stand-Alone-Warnmelder:

Diese allein stehenden Geräte schlagen Alarm in dem Raum, in dem sie installiert sind. Die Stand-Alone-Melder sind daher ideal für kleine Wohnungen.

Darüber hinaus können sie problemlos mit magnetischen Pads an der Decke angebracht werden. Sie müssen also nicht zur Bohrmaschine greifen. Die Lebensdauer dieser Geräte beträgt 10 Jahre, wobei eine jährliche Wartung erfolgen sollte. Auch diese Rauchwarnmelder gibt es mit austauschbaren oder eingebauten Batterien.

Drahtvernetzte Warnmelder:

Diese Geräte leiten das Warnsignal über einen Draht weiter. Sie werden über den Hausstrom versorgt, verfügen aber über eine Batterie, die den Betrieb bei Stromausfall aufrechterhält. Ebenso wie die Funkrauchmelder geben sie den Alarm an die anderen Geräte weiter. Die drahtvernetzten Warnmelder eignen sich daher ebenso wie die Funkrauchmelder sehr gut für größere Wohnbereiche. Die Drähte werden unter Putz gelegt und werden daher bevorzugt in Neubauten installiert.

Rauchwarnmelder für Gehörlose und Hörgeschädigte:

Für Menschen, deren Gehör beeinträchtigt ist, gibt es spezielle Rauchmelder, die den Alarm mit Licht signalisieren. Die ausgesendeten Lichtblitze sind auch bei geschlossenen Augen wahrnehmbar. Zusätzliche Sicherheit bieten Geräte, die neben dem Lichtsignal einen Vibrationsalarm auslösen.

Lithium- oder Alkaline-Batterie?

Die Alkaline-Batterie ist günstig in der Anschaffung, muss aber aufgrund ihrer geringen Lebensdauer jedes Jahr gewechselt werden. Warnmelder mit einer fest eingebauten Lithium-Batterie sind zwar etwas kostenintensiver in der Anschaffung, ersparen aber aufgrund ihrer Lebensdauer von 10 Jahren die Folgekosten und den Aufwand des Batteriewechsels. Darüber hinaus bietet die Lithium-Batterie ein Maximum an Sicherheit und weist eine gute Ökobilanz auf.